Reckoning allererste Wertung dritter

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Soho, schlagt mich, aber ich hab bei PCGames mal gelurt, wie es denn so ausschaut. Und zuerst die negativen Dinge gelesen, und bis auf eine Ausnahme genau die Punkte gefunden, die ich weiter unten in meiner Demobeschreibung auch gefunden habe: schlechtes Inventarsystem, einfachere Grafik und kein wirklich freies Erkunden. Puh: nichts, was mich in meiner unbegründeten Begeisterung stoppen kann. Dann ist die Hauptgeschichte mau, die Nebenaufgaben sollen dafür sehr gut sein. Na, das kenn ich doch von WoW. Auch nichts verschreckendes also. Und ja, wer jetzt meckert, das ich doch deswegen den Witcher im Wald hab stehen lassen: da wurde in den ersten Spielminuten einem eben etwas ganz anderes versprochen. Bei der Reckoning-Demo konnte man aber bereits ahnen: macht Euch keine Hoffnung auf eine raffinierte Geschichte. Und dann kann ich damit leben, wenn der Rest stimmt. Und was ich bisher las… werd ich es wohl wagen. ;-)

Android

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Handys sind für mich normalerweise so spannend wie Parkuhren. Bin ich zu Hause, bin ich ja zu Hause. Und unterwegs will ich erst recht nicht telefonieren, da bin ich schließlich unterwegs. Gleichwohl hab ich freilich eins, und ja, es gibt Situationen, da ist so ein Teil echt praktisch.

Ganz anders das Thema PDA. Seit 1997 schwöre ich auf meinen Palm, der es erst als ein US-Robotics, dann Sony-Clie bis hin zum TreoPalm-Handy in meine Jackentasche geschafft hat. Nun ist Palm endgültig Geschichte, mein Treo jetzt leider auch. Also brauch ich ein neues Handy, und nun denn: da ich mich an das offene am Palm gewöhnt, kommt nun doch nur ein Smartphone in Frage. Und da gibts nur wirklich die Wahl zwischen einem iPhone, Windowshandy oder Googles Android. Das ist einigermassen beruhigend, denn vom Datensicherheitsgefühl, Firmenvertrauen und der Moral allgemein sind alle drei Alternativen gleich… ähem, Hinterfragungswürdig.

iPhone fiel unter anderem schon wegen dem Preis weg. Und ich geb es zu: mir gehen die Applebegeisterten etwas auf den Keks. (Nicht die Produkte selbst!)

Windowsphone… naja, ab und an treff ich ja doch noch die Leute aus dem Netz, das hätte ich nicht gewagt. Also: Android. Da das vorige Googleeigene Handy ausverkauft ist und das neue mir wiederum zu groß und ja, auch zu teuer war, hab ich mir nun für 220,– den Defy+ von Motorola gekauft. Letztendlich sehen diese Dinger ja eh alle fast gleich aus. Schwarz, glänzend und immer voller Fingerabdrücke und Schlieren.

Das Teil ist so groß wie mein alter Treo, aber nur halb so dick. Dafür ist der Monitor doppelt so groß. Dann ist dieses Teil wasserdicht (mir jetzt nicht so wichtig) aber auch staubdicht (wichtiger) und bei Youtube gibt es Videos, wo Leute mit ihrem Schlüsselbund munter über das Display wischen und erst, als sie mit einem hartem Messer senkrecht auf das Display einschlagen, stolz ein Kratzerchen vorweisen.

Nun hab ich die ersten sechs Stunden gelernt, warum das iPhone wahrscheinlich so beliebt sein wird: bis man das grundlegenste eingerichtet hat, vergeht eben Bastelzeit. Klar, mir mach das Spaß, mich mit so einem Spielzeug auf die Recherche nach Antworten zu begeben. Aber man muß schon etwas Nerdiges an sich haben.

Dabei ging es mir nur um so einfache Dinge wie: Klingelton einstellen, der keine nervige voll tönende Musik ist. (Hab mir dann aus lauter Verzweifelung bei Amazon einen gekauft und, nachdem ich erst noch Treiber von der Firmenseite installiert habe, aufs Gerät überspielt.)

Oder es ging um die Frage, wie man seinen Kalender nach Terminen durchsucht. Lösung: das kann der normale Androidkalender nicht. Nun ja, mit Google steckt da ja auch eine Firma als Entwickler hinter, die es nicht so mit der Suche hat.

Aber nach und nach stimmen nun die gröberen Dinge, der Kalender ist, Dank einer kostenfreie neuen Kalender-App, so Palmähnlich schlicht, wie ich es mag, 20% meiner Kontaktdaten sind über die Google-Seite auch schon drin (wer will auch mit seinem Handy telefonieren)  und dann… macht das Teil eine Saulaune!

Wobei: man soll auch mit telefonieren können. Hab ich mir sagen lassen. Aber wieso sollte man das wollen…

 

Bossgegener

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Gleich vorneweg: ich mag sie nicht. Bossgegner. Entweder sind sie so leicht, das sie nicht wirklich der Boss sind, oder, meistens, bringen sie das sonstige Gleichgewicht des Spielfluß für mich immer gehörig ins schwanken. Meistens führen sie dazu, das ich im Internet recherchieren gehe. Und ich will nicht im Internet etwas machen, wenn ich eigentlich spielen will.

Das immer wieder ausprobieren, dennoch sterben, neu anfangen, noch mal sterben… Ja, man könnte sich durchbeissen und dann das Gefühl haben, jetzt aber wirklich mal etwas geschafft zu haben und etwas geleistet. Wenn ich was geschafft haben will geh ich entweder mit meiner Kamera raus oder räume die Wohnung auf. Na gut. Nur ersteres.

Und so stehen viele meiner Avatare in einem Raum mit einem Oberbösen Schurken und setzen Staub an. Und bei jedem neuen Bossgegner hoffe ich: bitte laß den schnell um zu hauen sein. Damit ich weiter spielen kann, und nicht in die Tischkanten beissen muß.

Dungeon Defenders

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Himmel, macht das Spiel Spaß! Aber vorne angefangen. Eines Tages fand ich vom Freund als Steamgeschenk Dungeon Defenders auf meinem Gabentisch. Ein Spiel, so viel wusste ich immerhin, nach dem Tower Defence Prinzip. Dieses Genre ist absolut an mir vorbei gegangen, ich hatte kaum Ahnung, um was es da gehen könnte. Irgendwas mit Türmen und sowieso nur was für Gelegenheitsspieler.

Aber je nun, Geschenk ist Geschenk, das sollte man ehren, also flugs gestartet. Der Einstieg war sehr verheißungsvoll, die Charaktererstellung schnell gemeistert. Die Grafik schon sehr nett.

Dann die erste leichte Verwirrung, bis man den ersten Tutorial Level gestartet bekommt, und dann fängt die Steigerung der Verwirrung an. Die Sprachausgabe des Tutorials ist auf Englisch, dazu werden aber deutsche Texte eingeblendet. Nur: die verschwinden auch automatisch wieder. Und so stolperte ich durch den ersten Level. Text lesen, sich nicht von der Grafik ablenken lassen, Text verschwindet, und man hat den Inhalt noch nicht nachvollzogen, Menütaste mal gedrückt, (welche war das noch mal?), Text ansatzweise noch nachvollzogen und darüber den nächsten Textabschnitt verpasst – mal hier und da geklickt und ZACK, die erste Gegnerwelle, und was muss ich machen? …und Zisch und Bumm, Gegnerwelle vorbei und Bauphase, was ist die Bauphase, oh, wieder Text, und wusch, nächste Gegnerwelle und Zisch und Bumm  und Levelaufstieg und nun bitte erst mal skillen!

Uff… da hab ich mir gedacht: das spielste mal, wenn Du alle anderen Spiele durch hast.

Nun, zwei Monate später wage ich mich noch einmal dran. Und nun ahne ich bereits, wann ich wo welche Texte lesen sollte und dann: wenn man die erste Verständnishürde mal gemeistert hat… also was soll ich sagen: absolut Klasse!

Zurück auf Anfang: worum geht es denn nun? Im Prinzip immer um das selbe: Ein Raum, ein paar Türen, ein Kristall, jede Menge Monster und ein Held. Letzteres baut auf Kosten seines Manas in einer sogenannten Bauphase Hindernisse in den Raum, die die zu erwartenden Monsterscharen daran hindern sollen, den Kristall zu erreichen und zu zerstören.

Dafür hat man  ein mehr oder weniger grosses Arsenal zur Verfügung, abhängig von der gewählten, genreüblichen, Klasse (hier die Jägerin…), der Levelhöhe (zu Anfang kann man nur einen Mechanismus erstellen) des Manavorrates und der Skillung.

Das alles geht flüssg von der Hand, nichts was ein schlichtes Gemüt wie mich überfordern würde. (Ausser man geht in das Spielmenü… da hilft mir zuweilen nur try and error…)

Hat man all sein Mana verbraten oder meint, besser ginge es nicht, klopft man einmal an den zu verteidigenden Kristall:

Und es öffnen sich mehr oder weniger Türen und die Monster kommen in sogenannte Wellen. Nun kann man selber in das Geschehen eingreifen. Beschädigte Türme und Fallen können repariert werden oder man ballert sich klassenspezifisch gleich selber durch die Horden. Jäger und Zauberer sind hier die Fernkämpfer, der Ritter schmeißt sich lieber selbst in das Getümmel usw..

Sind alle Gegner einer Welle platt, geht es ans einsammeln. Manasteine, fallen gelassene Ausrüstungsgegenstände und Schatztruhen warten auf die Plünderung.

Danach geht es wieder an das reparieren beschädigter Türme und Fallen und die nächste Bauphase. Bevor die nächste Welle kommt, die je Raumlevel immer stärker wird. Bis man die letzte Welle geschafft hat und zum nächsten Level darf.

Kurz: Türme/Fallen bauen, Horden rein lassen, Horden plätten und wieder von vorne.

Und warum macht das Spaß? Für mich, ich gebe es zu, fast zu aller erst wegen der tollen grafischen Umsetzung und Inszenierung. Hier sieht und spürt man Liebe zum Spiel an jeder Ecke. Aber das alleine reicht nicht, da kommt noch dazu: die Verbesserungs und Ausrüstungslust. Bei jedem gefallenem Gegenstand wird auch mir Depp gleich gezeigt, ob sich da ein Blick lohnt: der Daumen sagt es mir…

Verbaut man nicht all sein Mana, sondern legt immer mal etwas zur Seite, kann man seine Ausrüstungsgegenstände verbessern. Und zumindest bei den Waffen merkt man diese Verbesserung sehr schnell. Und die nächste Stufe ist gleich um die Ecke, wenn ich nur diesen Level noch einmal spielen würde.

Dann zieht die Schwierigkeit erst mal gut an, aber das ermuntert einen zum weiter denken. Man könnte ja auch mehrere Klassen hoch leveln und diese dann in der Bauphase abwechselnd erscheinen lassen (dies ist erlaubt) und so den Raum mit mehr Varianten von Hindernissen pflastern. Oder noch besser: man sucht sich einen zweiten Spieler, gut, das bei mir in der Wohnung meine Frau wohnt…. und geht einen Level zu zweit an. Macht eh noch viel mehr Spaß!

Oder man geht ins persönliche Wirtshaus, und schaut beim Wirt nach, ob der noch einen besseren Ausrüstungsgegenstand hat. Und schon ist man im Sog. Ein Sammel, Aufbau, Steigerungs Suchtspiel mit einem nie überfordenden Spielmechanismus und den Kurzweilspaß eines Casualspielprinzips in Knallbunter Grafik. Mein Spiel, auf jedenfall!

Kingdoms of Amalur: Reckoning

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Die ersten Spielminuten habe ich nun mit Reckoning verbracht, und das Demo bietet schon einen sehr guten ersten Eindruck. Es wird, wenn es nicht als ganzes sowieso eine Gurke wird, sicher stark polarisieren. Da ist zuerst einmal die Grafik und die damit verbundene Präsentation. Ich würde sie als eine Art  Mischung aus WoW und Faible nennen.

Es ist ein Crossplatformspiel, als PC-Spieler darf man sich weder ausgefuchste Grafikoptionen noch herausragende Effekte erhoffen. Dafür bunte Comicfarben und verwaschene Bodentexturen. Wer allerdings diesen technisch zeitlosen Comicstil mag… der hat eben auch mal gewonnen.

Dann, und da springen gleich wieder welche ab, ist die Steuerung einwandfrei auf das Gamepad ausgelegt. Mit Sicherheit, so denke ich, lässt sich das Spiel hervorragend auch mit Maus und Tastatur spielen, aber die Menüs in ihrer groben Hässlichkeit mit Durchscroll-Listen sprechen eine deutliche Sprache.

Selten war ein Inventar hässlicher. Aber wie es sich im Laufe eines Spieles nutzen lässt, muß sich erst noch zeigen. Kleine Ideen, wie der Müllbeutel, in dem man gefundenes gleich stecken kann um es auf einen Schlag zu verkaufen, gefallen bereits.

Die Kämpfe orientieren sich, auch was die Kameraführung angeht, ebenfalls an den üblichen Konsolentitel. Allerdings kann ich zur Raffinesse kaum etwas sagen, hat man in der Demo aus Spielzeitgründen nur einen Bruchteil der angedeuteten Klassenmöglichkeiten, zumal man auch kaum Skillpunkte sich erspielen konnte, um in den optisch WoW-ähnelnden Skillbäumen sich aus zu toben.

Gleichwohl zeigt sich hier schon eine wohl grundliegende Kampf-Mechanik: die Feinde kommen netter weise Pulkweise. Man springt hinein, schnetzelt und meuchelt um gleich wieder weg zu springen, einen Fernzauber oder Pfeil ab zu schiessen, zur nächsten Gruppe zu springen, mal zwei Kehlen zu schlitzen und ZACK wieder raus zu springen.

Das alles geht sehr sehr dynamisch und fix von der Hand, auch bei so Situationsverpenner wie mich. Dabei signalisierten die bisherigen Gegnertypen immer sehr deutlich, welche ihrer ihr eigenen besondere Attacken sie nun starten, so das man immer gut reagieren kann. Alles sieht nach einem gelungenem Tanz des Todes aus, die Waffen mit Verzauberungen ziehen dabei nette Effekte und die Animationen gefallen mir.

Alle Ecken und Kanten gibt es Truhen und Schätze zu finden. Nicht jede, aber einige Leichen lassen einem Teile ihrer Ausrüstung. Hier darf man keinen vorgetäuschten Relaismus erwarten, Truhen stehen fett und von Goldstaub umflort im Wald herum und ob man das Schwert des toten Gegners auf dem Boden liegen sieht sagt nichts darüber aus, ob man das aufheben darf. Oder doch ein Messer findet. Oder nichts. Comic eben. Aber stört es mich? Nein.

Die zwei oder drei wirklichen NPC-Questen, die ich an nahm, waren die Genre üblichen, hier warte ich noch nervös die ersten Testberichte ab. Ich hab auch nichts gegen Tötungs-, Such- oder Sammelaufgaben. Wenn sie denn gut eingebunden sind und Spaß machen.

Die Welt soll frei begehbar sein, letztendlich war es aber wie bei Witcher: wo man nicht hin muß, stehen Felsen, liegen Baumstämme und springen kann man auch nur an ausgesuchten Stellen. Aber auch hier: es muß sich zeigen, ob es stört.

Die Demo ist, sobald man den Tutorial-Dungeon verlassen hat, zeitlich begrenzt. Als die Meldung kam, dachte ich mir, ich spiel diese Zeit eh nicht zu ende, es war schon spät. Doch dann hieß es plötzlich “noch 20 Minuten” und ich wollte doch noch die beiden neuen Dolche testen, meinen Skillpunkt beim anschleichen geniessen und da hinten die beiden Camps Strassenräuber ausheben. Und wenigstens wenigstens wenigstens den gerade gefundenen Edelstein in den Hammergriff porkeln, obwohl, der andere ist besser, nur dafür fehlt mir noch ein Punkt in Finesse, aber wenn ich noch schnell….

Es gab schon lange kein Spiel mehr, bei dem ich am nächsten Tag sofort wieder in die Welt wollte. Ich hoffe, das ganze Paket bricht nicht ein. Ich werde die Test sorgfältig lesen, und solange nur die Grafik bemäkelt wird, wird alles gut.

Schnipsel

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Batman ist, hat man die ganzen Mechaniken und Spielsystematiken erfasst, dann doch netter, als befürchtet. Es macht durchaus Laune, die Inszenierung ist hervorragend, die Openworld-Mechaniken wirken aber immer noch etwas aufgesetzt und der Einstieg leidet atmosphärisch an der fehlenden roten Tutorialschnur.

Trine-II bleibt bis zum Schluß süß, mit einer wunderbaren Grafik versehen und kurzweilig. Aber gegen Ende dachte ich dann schon: jetzt ist auch mal gut! – Die ein oder zwei neuen Hinderniss-Mechaniken hätte man sich auch sparen können, zumal sie aufgesetzt integriert wirken. Naja, bis auf das magische Wasser vielleicht. Dennoch: anschauen!

Evochron Mercenary sagte mir gar nichts. Dabei habe ich nach so einem Spiel immer gelauert. Als alter Elite-Fan, mein erstes Spiel – noch auf Kasette gekauft (wir hatten ja damals nichts anderes!) suchte ich immer nach einem Weltraumspiel, das nicht ganz so wirtschaftsbezogen wie die X-Reihe ist. Dieses Spiel könnte es sein, die Demoversion startet dazu viel versprechend, aber ich gebe zu: nach 20 Minuten Spielzeit denke ich: will ich das alles jetzt “lernen”? Ich komme immer mehr in eine Lebensphase, wo ich mehr als acht Knöpfe nicht mehr in einem Spiel bedienen will. Aber Rüdiger? ich glaube, das ist das Spiel, das Du suchtest! Demo gibt es auf deren Seite. Dazu noch bei Bedarf dort das deutschen Sprachpack für die Bildschirmtexte dazu nehmen und vor dem ersten Start ins Spielverzeichniss entzippen. Und nicht wundern, das Introvideo könnte unelegant in einem kleinerem Windowsfenster ablaufen, aber hey: das Spiel ist in Basic geschrieben worden!

Skylanders, dieses Spiel mit den dazu zu kaufenden Actionfiguren, ist in der Tat, für die Altersklasse, liebevoll umgesetzt worden. Alles rund, alles toll, aber: zu kurz für das angedachte Konzept. Bevor mein Sohn so richtig in die vollen beim kaufwilligem Vater greifen konnte, hatte er das Spiel auch schon durch. Neue Figuren eröffnen nur gefühlte 5 bis 10 Minuten neuen Gameplays im bekanntem Spielmuster. Ich hoffe, das Spiel ist so erfolgreich, das es bald wirklich neue Inhalte bekommt. Das Konzept begeistert uns immer noch und das ganze war definitiv kein Fehlkauf!

Kingdoms of Amalur: Reckoning ging an mir vollkommen vorbei. KingdomWas? Ich las heute: Skyrm auf Speed. Na das wäre doch was für mich. Rollenspiel mit Steuerung wie Darksiders. Ja DAS wäre wirklich was für mich. Definitiv! Wenn es hält, was die Werbung verspricht. Werden wir natürlich sehen, raus kommt es am 10.2. und ich lade mir gerade das Demo runter.

Dungeon Defenders wird nun endlich noch diesem Monat von mir und meiner Frau getestet. Vom Freund mir längst geschenkt, musste es etwas hinten anstehen. Aber nun hab ich den Spielkopf frei. Bevor Torchlight-II raus kommt und meine Gattin und ich in die Gewölbe absteigen….

Modellbau

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Ich fahr ja mit Hut Auto. Habe ein Aquarium, eine Pendeluhr mit Gongschlag im Wohnbereich und mache Mittagsschlaf, auch gerne mit einer Strickjacke. Da darf ich also auch anfangen, Modellschiffe zu bauen. Wobei: anfangen stimmt nur teilweise. Wieder anfangen. Denn als Kind habe ich mit meinem Vater, er auch Strickjackenträger damals, Modellschiffe gebaut. Ich war fürs Kleben und die Takelage zuständig, er fürs bemalen und *hust* den Einkauf.

Also schleiche ich seit ein paar Monate um die hier handelsüblichen Plastik-Modellbaukästen der Firmen Airfix und Revell. Zuerst staunte ich: da hat sich ja kaum was bei diesen Firmen getan. Und dann lese ich die Bestätigung in manchen Foren: stimmt. Teilweise pressen die die Plastikmasse immer noch in den Maschinen, die zu meiner Kinderzeit schon leicht verranzt waren und zu unsauberen Ergebnissen führte.

Und so komme ich dann zu meiner Modellauswahl. Denn die Firma Revell hat Anfang dieses Jahres eine komplette Neuentwicklung des Schiffes Vasa heraus gebracht, für gar nicht mal so viel Geld nun also zu kaufen. Dabei wurde mit dem Vasa-Museum in Stockhalm zusammen gearbeitet. Eigentlich fand ich das Schiff immer etwas hässlich. Schon bevor ich seine Geschichte kannte, war es mir zu hoch bzw. zu schmal. Die Verzierungen wirkten auch unproportianal an dieser massigen Schiffswand.

Inzwischen  kenn ich etwas die Geschichte des Schiffes, und was soll ich sagen: neben dem Umstand, das es eben ein gutes und preiswertes neues Modell ist: der Kahn tut mir einfach leid. Und strenggenommen ist es nicht mal ein richtiges Schiff, denn ein Segelschiff, also…: das ist doch ein Ding, das schwimmen kann und über die Weltmeere segelt. Und da haperte es etwas bei der Vasa.

Vasa stern color model

(Modell der Vasa im Vasa-Museum - Stockholm)

Im Auftrag wurde sie gegeben, um mit einem Schlag der polnischen Flotte etwas an Feuerkraft entgegen zu setzen. Das Schiff war schon fast fertig, als der schwedische König erfuhr, das der Feind doch tatsächlich auch ein Großschiff baute. Also befahl er, auf dem Oberdeck nun bitte die gleichen Kaliber und Anzahl an Kanonen auf zu stellen, wie auf dem Batteriedeck. Ich mache es kurz: der Tag der Jungfernfahrt, Salutschüsse, Fahnen werden geschwenkt, die Vasa lichtet die Anker, dümpelt gen offenem Meer und… sinkt nach 20 Minuten versuchter Fahrt.

Das Revell-Modell ist nicht ohne. Nicht, weil die Teile so kompliziert zusammen zu kleben wären, nein: es ist im Detail dann eben doch sehr klein. Und Details hat das Schiff unglaubliche viele und tolle. Über 700 Figuren alleine schmückten das Schiff, nach den neusten Erkenntnissen und Annahmen sehr bunt bemalt. Blöd nur, wenn die im Modell nur ein paar mm groß sind.

Da kann man nur versagen. Aber was soll ich sagen: es macht eine Saulaune. Man reduziert alle Gadanken, konzentriert sich nur auf die Pinselspitze und lässt die Zeit vergehen. Es befreit mich angenehm von nervösen Stunden.

 

 

 

Heroica

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Und doch, ein MMORP  hat den Weg auf unserer Familienplatte gefunden. Jakob und ich haben heute erst wieder etwas Zeit in der Welt von Heroica verbracht.

Schon bei der Preisgestaltung zeigt der Publisher Mut zur Kreativität. Jeder spielbare Kontinent darf einzeln bezahlt werden, wobei man frei wählen kann, mit welchem Teil der Welt man denn anfangen mag. Ob Dungeon, eine malerische Bucht, tiefe dunkle Wälder oder alte Gemäuer entscheidet alleine die eigene Lust und freilich die einmalige(!) Gebühr.

Je nach Einstiegsgebiet, die man auch, hier zeigt sich wieder die Raffinesse des Systems, natlos zu einer Welt kombinieren kann, hat man bei der Charaktererstellung die Wahl zwischen den Rollenspiel üblichen Klassen. Hier links präsentiert sich eine Gilde mit, von links nach rechts, einem Zauberer, einem Waldläufer, einem Barbar (einer der Damage Dealer des Spiels…) und dem heilfähigem Druiden.

Man bleibt aber nicht sklavisch festgelegt, im Laufe des Spieles ist es möglich, mittels erworbenem Gold im Itemshop Zusatzwaffen zu finden, mit denen man die Vorteile der jeweiligen anderen Klassen sich zukaufen kann.

Gold wiederum findet man im Spiel beim questen oder in Schatztruhen… je nach Würfelglück der hinter dem Spiel steckenden Engine. Meine Testweise gestartete Versuche, meinem Mitspieler Spielgold gegen reales Geld zu verkaufen, scheiterten im Ansatz. Hier hat mal also mal seine Hausaufgaben gemacht!

Das Spiel selbst spielt sich Rollenspieltypisch. Man durchstreift eine wunderbar an zu schauende Welt, die Grafik ist trotz mehrfacher Kantenglättung und Glanzeffekten pfeilschnell.

Selbst wenn man mit der stufenlosen Kamera ganz nahe heran geht, sind immer noch sehr nette Details zu sehen. Sehr liebevoll, wie ich finde.

Die UI ist aufgeräumt, der Inhalt des Rucksackes (obere Leiste, hier mit dem Schlüsselring, Zweitwaffe und den für den Raid üblichen Stärkungstränken….) und dem obligatorisch rote Lebensbalken (untere Leiste) hat man immer im Blick.

Clever hat der Publisher das Updateprobelm gelöst. Auch bei einem solch durchdachtem System stößt man immer wieder auf schlecht balancierte Elemente. So sind mir die magischen Türen der Waldlanschaft deutlich zu mächtig geraten. In seinen Veröffentlichungen empfiehlt da der Hersteller ausdrücklich, in einem solchem Fall einfach selber Hand ans Spiel und der Spielmechanik zu legen. Etwas, womit manche, liest man die Rezensionen bei Amazon, nicht klar kommen. Schade eigentlich, mir gefällt gerade dieses Konstrukt, was man böswillig vielleicht als Lässigkeit der Entwickler abtun könnte… ich finde aber, gerade darin besteht ein wichtiger Reiz des Systems.

Als Zielgruppe, das darf ich allerdings nicht verschweigen, ist die jüngere Spielerschaft anvisiert. Jeder Raid ähnelt doch erst einmal dem anderen, auch wenn stundenlanges grinden nicht nötig ist. Für einen angenehmen Spielnachmittag mit jüngeren Mitspieler aber eine sehr angenehme mmo-Altarnative!

Soll ich, soll ich nicht?

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Also mal ehrlich: so ein bissel mmo-Luft würde mir ja schon behagen. Und ganz abgeneigt bin ich dem Sciencefiction bei Spielen auch nicht, wenngleich die Gefahr der Sterilität von Innenräumen immer etwas hoch ist. Aber so doll waren die außerhalb weniger Schenken bei WoW ja auch nicht.

Nun sind 100 Euro (ja, wir würden dann ja hier zu zweit aufschlagen wollen) viel Geld, um mal nur zu kucken. Und dann: will ich mich wieder so tief mit einem Titel beschäftigen? Aber vielleicht muß man das ja auch gar nicht? Nur: wenn ich das wie ein Solospiel spiele, und das soll sehr gut gehen, dann kann ich mir auch die monatlichen Gebühren sparen und andere Titel spielen.

Das blöde ist ja nur: die ersten Eindrücke anderer sind ziemlich gut. Hatte ja schon gehofft, das ganze würde gleich so mies, das ich gar nicht erst zucken brauch. Hach jeh: das entscheide ich sicher erst nächstes Jahr, jawohl!

Batman Arkam City, ersten Minuten

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Batman Arkham Asylum, also das erste Spiel, war für mich die Überraschung und zählt noch heute zu meinen absoluten Favoriten. Der eigentliche, eher in der guten Tradition der Konsolespiele stehende Hauptteil, wurde mit kleinen Such und Sammler-Elemente und einem wunderbaren, sich stetig erweiterten Nachschlagewerk zu einem natlosem Komplettpaket geschnürt, das einfach nur Freude machte.

Nun ist, einem Steam-Angebotstag sei Dank, der zweite Teil auf meiner Platte, und ich habe die ersten Spielminuten hinter mir. Weit weit entfernt, über das neue Paket schon etwas sagen zu können, muß ich jedoch feststellen: hier sind die Nähte der Elemente so dick und schlecht vernäht, das ich hoffe, vor lauter Stolperei noch wenigstens richtig in das immer noch viel versprechende Hauptspiel zu gelangen.

Der Einstieg des ersten Teil zog einen nach und nach in das Spiel und in das Geschehen. Auch die Möglichkeiten und Methoden wurden nach und nach, in einem gleichmäßigem Fluß, einem näher gebracht. Man wurde in das Spiel gesogen.

Der zweite Teil möchte das Element der offenen Welt dazu nehmen, darüber haben die Entwickler aber einen erkennbaren Einstiegskorridor vergessen. Gleich zu Anfang streuen sie, für mich eher per Zufall wirkend, die Steuerungsmöglichkeiten in das Geschehen. Hier kannst Du das, dies und jenes machen, und ach ja, da dieses und noch mal jenes von vorhin, und jetzt kannst Du das hier machen, hättest Du auch vorhin schon, aber da war der Bildschirm schon mit anderen Anweisungen belegt.

Das wirkt eher ernüchternd und ja, für mich noch irritierend. Man sein, das dies alles phantastisch sein wird, wenn man es dann einmal beherrscht. Der erste Teil war aber dann schon “früher” mit weniger Möglichkeiten phantastisch.

Vollkommen enttäuscht bin ich jetzt schon von Riddlers Rätsel, ein spannendes Element des ersten Teils, die, hat man alle gesammelt, einem ein durchaus passendes Zusatzende präsentierten. Dabei hatte das Lösung der Rätsel etwas mit Perspektivenveränderungen zu tun, man musste seine Betrachtungsweise wortwörtlich immer wieder anpassen und sie waren durchaus motivierend.

Bis jetzt bestehen diese sogenannten Rätsel beim zweiten Teil aus sammelbaren Trophäen, meistens unter einer Käseglocke über die man eher per Zufall immer wieder stolpert, die dann mit mehr oder weniger schwer erreichbaren Schalter verbunden sind. Es sind also nichts anderes als Geschicklichkeitspunkte, die man hier ein sammelt. Keine Raffinesse in der Gestaltung, nur Hüpferei auf Zeit. Die Zeitfenster justieren den Schwierigkeitsgrad. Dann spiele ich lieber noch einmal Mirros Edge, denke ich, und lasse die meisten Trophäen links liegen.

Auch fehlen mir jetzt schon ein weiteres Sammlerelement, die Tonbandaufnahmen des ersten Teils. Sie fütterten die ja nicht gerade tiefe Geschichte enorm an und waren für mich ebenfalls sehr motivierend zu sammeln. Sie zeugten auch von der Liebe der Entwickler zum Thema und machten aus dem solidem Grundspiel eben das Paket, das es war. Und jetzt? Bisher nichts gefunden. Wahrscheinlich weg gestrichen. Mainstreamspieler werden die sich eh nicht sich angehört haben. Ein Umstand, den man schon beim betrachten der Lets-Play Videos bei Bioshock bestaunen durfte. Wobei da sogar die Tonbandaufnahmen ein wesentlicher Teil der erzählten Geschichte waren.

Vom drögen, mich sogar eher überfordernden, neuen Menü bei Batman will ich erst einmal gar nicht jammern, wobei die Drögheit in der Tat dazu führt, das ich bei jedem Levelaufstieg nicht mehr Genußvoll die neuen Möglichkeiten durchblätter, sondern schnell etwas wähle, um wieder einigermassen ins Spiel zurück zu kommen.

Ja, alles etwas nikelig von mir, aber was hilfts: das wegfallen der ganzen Zusatzelemente und Qualitäten reduziert das Spiel auf einen Part, den ich natürlich erst noch spielen muß, aber ich befürchte: der könnte dann etwas dünn sein. Bisher hangel ich mich eben dann doch nur vom Raum zu Raum und prügel mich durch Gegnergruppen. Ob das reicht, werde ich sehen.