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Limbo endlich für den PC

Limbo ist endlich nun auch für den PC erschienen. Auch bei den Kleinen und eben nicht selten auch feinen Spielen habe ich immer etwas neidisch auf die Konsolen geschaut. Und Steam sei Dank gibt es ja nun auch für den PC eine Plattform, die genug monopolistische Kraft hat, diese Spiele auf den Markt zu bringen. (Dies aber ausdrücklich nur aus Spielersicht bewertet, manche Entwickler werden Steam sicher etwas anders hier sehen…)

Ich hatte das Spiel bereits letztes Jahr für mich mangels Konsole abgeschrieben, daher war ich sehr überrascht, masslos erfreut und ehrlich gerührt, als ich, gerade noch in Faible-III schwere Entscheidungen treffend, über Steam gesagt bekam, das mir mein Freund gerade…. Limbo geschenkt hat.

Die Atmosphäre als “dicht” zu beschreiben, halte ich fast für eine Untertreibung. Und das ohne anfangs erkenntliche Geschichte, ohne Intro, ohne nennswerten Zwischenszenen, ohne Musik und ja, ohne Farbe. Limbo ist ein jump&run Spiel, ein Sidescroller, man bewegt sich von links nach rechts, mal etwas nach oben oder unten. Bisher hatte ich keine grossen Geheimwege, und wenn ich einmal dann doch einen gefunden habe, kommt eine schon fast dispektierliche steam-Erfolgsmeldung, die einen sagen willst: weiss schon, das es hier nicht wirklich weiter geht, oder? (Wer das Spiel startet, so viel sei gespoilert, sollte erst mal nach links gehen…)

Und, bisher, läuft Limbo immer gleich ab: man muß erst einmal versagen. Man läuft und läuft und… stirbt, und ja, durchaus (schwarz-) blutig. Um dann etwas weiter vorne noch mal zu laufen und es nun besser zu machen, weil man nun, zumindest theoretisch, ahnt, wie man nicht sterben würde. Und das ganze ist derart, wie erwähnt, atmosphärisch minimalistisch dicht, das ich gestern mich zwang, auf zu hören, denn, dies ist nun auch dem Etikett Indipendentspiel sicher geschuldet, mein Kapitelbalken füllte sich für mich viel zu schnell. Ein Spiel, welches ich gar nicht so schnell durch spielen möchte!

Am Rande: wer mit einem X-Box-Controller spielt, bekommt die für mich bisher besten Rütteleffekte, die ich bei dem ansonsten für mich so überflüssigem Feature erlebt habe. Dezent und zurückhaltent und sich in allem so einpassend, wie das ganze Artwork!

Danke Martin!