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Portalcraft

Ah, es ist soweit: wer Portal 2 startet, bekommt den angekündigten Editor auf die Platte geschoben!

Und was soll ich sagen? Einfacher geht es kaum. Wunderbar! Das schwerste ist dabei: spannende Rätsel zu bauen. Das weltweite Angebot besteht bis gerade aus 4 Kammern, natürlich noch reine “ich klick mal was rum”- Ergebnisse. Ich hoffe, das es bald noch einen Bewertungsmechanismus gibt, dann darf man sich bestimmt bald auf spannendes Futter der wirklichen Freaks freuen.

Nachtrag:  Ah, es gibt ein Bewertungssystem und die ersten “volle Sternzahlkammern” tauchen auch auf. Juchee!

Merchandising

Eins bitte an mich senden. Mit dem Bewusstsein, mit welchen Lasergeräuschen es entstanden ist, schrappt das schon an Kunst. So bleibt immerhin ein Ohrwurm für den Rest des Tages…

Und für alle Nerds hier noch mit der zuckersüssen Felicia Day zum mitschunkeln…

UMSONST! HOLEN!!!!

Also wer Portal noch nicht hat, jetzt aber:

bis zum 20.9.2011 für 0 Euro und 0 Cent bei Steam!

Pflichtpflichtpflicht!

Mit Absicht…

Mit Absicht hab ich das von mir noch nicht gesehene Video hier nicht eingebettet. Das muß man sich bei Youtube selber ansehen, in HD-Groß und mit vollerem Sound.

Rettung ist da!

Noch bevor im Sommer Valve die ersten DLCs (kostenfrei) zur Verfügung stellen, hat mein Sohn (9), ohne Aufforderungs-Hundeblick durch mich, mir heute morgen eine weitere schwere Testkammer präsentiert. Man muß eben nur den richtigen Editor verwenden. Und ich wette: weitere Testkammern werden folgen.

Erster vorsichtige Test der Kanone selbst.

Mir haben im Spiel schon diese modifizierten Begleiterkuben immer leid getan. Man musste sie immer so werfen, das sie nicht von selbst wegkrabbeln. Einer stürzte sich nämlich zu Tode und ich musste einen neuen anfordern.

Die wiederum kamen mir im Spiel eindeutig zu kurz. Meist standen die so weit weg, das man sie nie hören konnte. Dieses Exemplar wird im mir vorliegenden DLC vom Jakob selbst netter weise mit Sprachschnipsel aus dem ersten Teil synchronisiert. “ich bin Dir nicht böse…”

Portal 2 – nach der letzten Stunde

Boff. Das war mal eine kräftige Mahlzeit. Mit Wunderkerzen und Flambierung, nachdem der Kellner theatralisch die Cloche weg nahm und der Raum abgedunkelt wurde. Und jetzt sitze ich da, etwas vom Tisch zurück gerollt, und habe das Gefühl: das wird eine schwere Nacht, wenn ich nicht noch schnell einen Schnaps zur Verdauung bekomme.

Ganz ehrlich: Portal-2 hat alles dabei, und es ist mit Fanfaren und Trompeten durch mein Spielzimmer gedonnert. Nur: ab und an und in der Summe frage ich mich: hätte es nicht auch etwas weniger sein können an Budenzauber?

Portal-1 war eine aufgebohrte und weitere Entwicklung einer Studentenarbeit, als Beilage zu einem Vollpreisspiel anfangs unter das Volk geworfen. Eine Ansammlung von Rätsellevel, zusammengehalten durch eine lässige kleine Handlung rund um einen immer verrückter werdenden Computer mit viel Witz und Charme und einer gestalterischen Leichtigkeit und Raffinesse sondersgleichen.

Portal-2 kommt als Budenfeuerwerk mit einer wahnsinnig guten und technisch raffinierten Soundkulisse, vielen vielen Sprachschnipsel, einer Geschichte mit einer kleinen Wendung in der gefühlten Mitte des Spieles und dazu um das alles zusammen zu halten …ein paar Rätsellevel.

Die Elemente werden hervorragend eingeführt um dann… neue Elemente ein zu führen. Dazwischen rennt man, baut wenige Alibiportale wenn mal wieder eine Treppe eingestürzt war und hofft, das es mal drei Rätselkammern hintereiannder gibt ohne Zwischenbrimbamborium. Meistens vergeblich.

Für mich war es streckenweise zu viel Zuckerbäckerstil. Immerhin, die Spielzeit war länger als bei Portal-1, vielleicht auch die tatsächliche Anzahl der Kammern, aber alles wirkte mit einer Effektschicht übertüncht.

Den Endkampf aus dem ersten Teil habe ich mehrmals gespielt, nur um alle Sprachfetzen mit zu bekommen. Bei Portal-2 war ich froh, das endlich alles still war. Auch beim Endlied merkte man die selbe Überambitioniertheit. Man versuchte, an das Stück aus dem ersten Portal heran zu kommen. Aber es wirkt nur überproduziert.

Alles toll, alles bestens und ohne Portal-1 DAS Spiel. So aber denke ich: weniger ist zuweilen doch mehr. Gespannt bin ich auf den Mehrspielerpart (Martin laß mich nicht in Stich!), hier erhoffe ich mir einen reinen Rätselspaß mit humorigen Einlagen von der Dame Glados in fein abgestimmter Kulisse. Der Solopart wollte mehr sein, war auch mehr, aber mir streckenweise zu viel.

Portal 2 – erste Stunde

Nun habe ich es mir, natürlich, doch gekauft, Portal 2. Nur damit man es nicht falsch versteht: nach den ersten paar Minuten und Testkammern bin ich immer noch schwer begeistert. Immer noch weiß ich einfach, das dies neue Paket mir gefallen wird. Und dennoch konnte ich nicht umhin, die leichten Veränderungen zum überragendem Portal, die nun nach und nach kommen, besonders kritisch zu beäugen.

Die fulminantere Präsentation, auch sicherlich darauf zurück zu führen, das Portal-2 nun beileibe keine Low-Budgetumsetzung als indipendent-Zugabe eines Vollpreisspieles wie Portal-1 mehr ist, ist dabei über viele Zweifel erhaben. Die Gratwanderung zwischen großem Kino, Widererkennungseffekt und der Tatsache, das es sich eigentlich nur um ein 3D Puzzlespiel mit kleinen in sich geschlossenen Rätselstationen handelt, meistert Valve mit Bravour.

Die ersten drei neuen Puzzle-Elemente, die ich bisher nur kennenlernen durfte, die Sprungfedern, der Laserumlenkspiegel (ältere Spieler kennen diese Laserumlenk-Rätsel aus früheren Spielen) und die unendliche blaue Brücke gliedern sich natlos ein. Sehr angenehm! Vor allem die Brücke hat es mir angetan.

Was mir aber auffällt und bisher noch nicht behagt ist das neue Wandumbauwerkzeug, dessen sich der Computer mit seinem Gegneravatar Glados bedient. Für die Zwischensequenzen? Toll! Aber innerhalb der Rätsel wird dies schon schnell als Regieelement eingeführt, das dem Spieler früh erklärt: Du kannst das ganze Puzzle eh noch nicht überblicken, werkel einfach mal drauf los: ich ändere eh dann an manchen Stellen noch das Setting.

Das war früher, meine ich, nicht so arg. Da konnte man den ganzen Parcour und den ein zu schlagenden Weg immer grob überblicken: man wusste nur nie, wie ihn einschlagen. Bei Portal 2  sind die frühen Räumen im Vergleich zum ersten Teil schon so verwickelter und abgefahrener, das man eh kaum um die Ecke schauen kann. Man sieht Sprungfedern in der Wand und Schalter und Laser und denkt sich: ach, da gehts bestimmt erst noch mächtig weiter, suchen wir mal alle Schalter, an die ich bisher eben drankomme, drücken drauf rum, der Rest wird sich dann ergeben.

Es musste hier sicherlich auch wieder eine Balance gefunden werden aus der Tatsache, das die Sprungfedern und die sich wandelnden Wände noch größere und abgedrehtere Räume erlaubten, der Spieler aber nicht mangels Übersicht frustriert, sondern zum “fang einfach mal an” motiviert werden sollte. Ob mir dieser Unterschied gefällt, weiß ich noch nicht.

Das zweite, was sich änderte: ich meine, Glados Humor war mal subtiler. Zwischen jedem Level eine neue lustige Beleidigung. Wir klopfen uns auf die Schenkel, boah wie fies. Doch doch, ich musste auch ein paar mal bereits herzlich lachen, aber ist sie nicht arg vorhersehbar geworden in ihrem Humor?

Ach ja: war die Steuerung im ersten Teil auch so schwammig? Wenn ich im Einstellungsmenü dann gleich zwei Einstellungsmöglichkeiten für die Maus Senisibilität sehe (die mir den Effekt der schwammigen Steuerung aber nicht nahmen) denke ich: ging nicht einfach gleich “exakt”? ABER. kann auch sein, das ich meinen Lüfter nur mal wieder anschupsen muß.

Wie gesagt: ich bin immer noch schwer begeistert. Und nach einer Stunde schon etwas schreiben, ist nicht ungefährlich.  Ich liebe eben nur dieses Spiel, da schau ich eben genau hin. Und bin gespannt, ob ich dann bald eine Korrektur schreiben kann, oder sich die angedeuteten Veränderungen durch das ganze Spiel ziehen werden. Und ob sich das an meinem abschliessendem Vergleichsurteil etwas ändert.

(Grafiken aus Portal- Valve)

Werd ich geizig?

Doch, ich gebe gerne Geld. Ich kaufe die Spiele, die ich spiele (auch die Musik die ich höre etc.). Ich bin da auch nicht geizig und rechne mir nicht gleich den Preis pro Spielstunden aus.

Und, andere Ecke meines Themas: ich liebe Portal. Es ist ein derart rundes Produkt, das ich immer noch sprachlos bin. Vom ersten Anspielen bis zu den “Regiekommentaren”. Von der Synchronisation bis hin zum Artdesign. Und so ganz nebenbei vom Spielspaß. Unglaublich. Und ich denke, als Valve (und ja, inzwischen sogar Steam-) Fan: Portal-2 wird nicht schlechter, im Gegenteil. Und “noch mehr im Gegenteil”. Aber: bin ich der einzige, der bei knapp 47,– Euro denkt: aber das ist mal doch happig? Nicht mal als Gegenwert, einfach so aus dem Bauch heraus: das ist aber nicht mehr weit bis zur 50,– Schmerzgrenze.

Vielleicht, ich gebe es zu, habe ich aber auch nur zu lange bereits Spiele aus der Spät-Verwertungskiste gekauft und bin diese Preise nicht mehr gewohnt.