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Posts Tagged ‘Skyrim’

Bug-Ende

Grr, sowas ist absolut ärgerlich. Nun habe ich bei Skyrim einige Bugs überlebt, einmal musste ich mich mittels Konsolenbefehl aus einer in sich geschlossenen Gegend teleportieren, und im Questbuch sind jede Menge unabschliessbare Questen… alles kein Problem. Aber wenn man kurz vor dem Ende der Hauptqueste laufend vor eine Bug-Wand läuft, ist das doch zum kotzen.

Ohne spoilern zu wollen: ein Gerippebrückenwächter kurz vor dem Ende der Hauptqueste wurde “halb” besiegt und lässt mich, seinen Aussagen nach, nun beeindruckt zur dahinter liegenden Halle, nur: mein Questbuch weiß davon nichts, ich sterb immer noch vor des Hallen Türen und wenn ich mich rein-cheate… will drinnen logischerweise keiner schon was von mir wissen, ich bin denen zu früh gekommen. (Der “hier ist noch was zu tun”-Pfeil klebt beim Brückenwächter…)

Und alle Versuche, die einzelnen Queststationen per Konsolenbefehle nach einander an zu springen und auf “Erledigt” zu setzen, werden zwar brav angenommen, nur: die Welt von Skyrim bleibt unbeeindruckt. Der Brückenwächter winkt mich durch, die Türschwelle bleibt tödlich, die Jungs in der Halle wollen noch nichts von mir.

Besonders blöd: eine der grossen anderen Queststränge, die Bürgerkriegsquest, geht erst weiter, wenn ich da drinnen meinen Job erledigt habe. Bedeutet: Skyrim am Ende. Grrrrrrrrr….

Blau in Grau

Ende letzten Jahres flüsterte mich via Steamchat ein Freund an: “Und? morgen ist es soweit!” – und ich: “häh?” – “Na Skyrim!” – “Sky-was?”

Nun bin ich längst etwas schlauer, drückte mich aber dennoch eine ganze lange Weile vor diesem Spiel. Zu viele Avatare stehen in diversen Wäldern in verschiedenen Welten herum und setzen Staub an. Aber je nun, irgendwann erwischt es mich ja doch, also habe ich mir doch ein Schwert und Schild gegriffen und bin los gezogen.

Es gibt immer wieder diese Momente in einem Spiel, wo das weiterspielen auf Messers Schneide steht. Zum Beispiel, wenn ich mir zu sehr Gedanken um vermurkste Spielmechaniken und Menüs mache, und dabei nichts vom Spiel mit bekomme. Oder wo ich mich frage: warum mache ich das hier eigentlich alles? Beide Klippen habe ich erst einmal in den ersten Spielstunden hinter mir gebracht.

Obwohl: das Inventarmenü ist aber auch so was von lieblos.

Und nein, das mag ich nicht immer auf eine zu schnelle PC-Umsetzung eines gamepadtauglichen Kompromisses schieben. Auch für eine Gamepadsteuerung kann man das Ganze etwas netter und ja, auch sinnvoller, gestalten. Was ist denn an einer Rucksackansicht und an einem Charakterbildschirm schlimm? Jetzt liegt neben meiner Tastatur ein Zettel, auf dem ich mir ein Charakterausrüstungsbild gemalt habe, damit ich wenigstens meine Ausrüstungswerte immer schnell im Blick habe und mich nicht durch Listen scrollen muß.

Doch ja, solche Mäkeligkeiten kann man schnell in Skyrim verdrängen, denn die Welt gibt sich wirklich Mühe, einen zu umfangen.

Es ist für mich nicht mal die wirklich sehr nette Grafik, die mich aber auch nicht so sehr vom Hocker reißt. Ja, die Landschaft bietet tolle Aussichten, wenn man nicht gerade auf eine Ebene schaut, man kann schon mal an Stromschnellen anhalten und verträumt den Lachsen beim wandern zusehen. Dafür geht mir aber doch schnell dieses Blau in Grau der nordischen Hochgebiergslandschaft auf den Senkel.

Was für mich eher das besondere ist, ist das viele Leben im Spiel. Ich mag ja eh viel lieber die kleinen zwischenmenschlichen Geschichten. Das Bauerelternpaar, daß sich nicht einig ist, ob die Tochter nun mehr auf dem Hof helfen sollte, oder nicht. Die Kinder, die darüber streiten, ob sie ihren Hund nun verkleiden können, oder ob das eine doofe Idee ist. Und ob Ysolda vom Markt eines Tages wirklich genug Geld zusammen hat, um die Schenke zu kaufen, interessiert mich wirklich sehr und ist eine der vielen Gründen, warum ich das Spiel sicherlich noch lange weiter spielen werde.

Die vielen dann gut umgesetzten Spielmechaniken sind für mich noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber führen zu einer ganz eigenen Eintauchqualität. Ich selber spiele fast magielos, nutze nur Bogen, Schwert und Schild. Da zischt, wummert, blitzt, krawummt nichts im Kampf. Ich torkel eher noch sehr unbeholfen um den Gegner herum, lasse sie viel zu oft meine Seite sehen und wenn ich dann mal zuhaue, macht es nur etwas Plock und Tock. Auch vermisste ich anfangs eindeutige Questgebersymbole. Wieso haben die denn keine Ausrufungszeichen über dem Kopf schweben? Die Leute muß man selber ansprechen? Auf dem Marktplatz stehen und zuhören? Bei Streitgespräche mal Hilfe anbieten? Die blubbern gar nicht alle nur der Stimmung wegen rum?

Diese anfängliche Sperrigkeit… weiß zu gefallen. Ein ganz anderes eintauchen wird einem hier geboten.

Und erscheint mir dann eine Aufgabe doch letztendlich wieder zu gleich, weil dann doch wieder nur Räume und Gänge und Räume und Gänge zu säubern sind, dann denke ich: gleich kommste erst mal nach hause und fragst Ysolda, ob es wenigstens schon mit dem eigenen Marktstand geklappt hat.

Ach ja: eine Hauptgeschichte gibt es natürlich auch. Irgendwas mit Drachen… keine Ahnung um was es da genau geht. Ist aber auch nicht so wichtig…